Portraits | Malerei

Zum Vergrößern Bild anklicken


Wolfgang Kessler

 

Wolfgang Kessler studierte von 1982 bis 1987 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und war Meisterschüler von Ben Willikens.

1995 erhielt er den Preis der Hermann-Haake-Stiftung, Stuttgart, dem weitere Auszeichnungen und Stipendien, wie zum Beispiel 2005 ein Gastatelier in der Villa Romana, Florenz, folgten. 

 

Wolfgang Kessler lebt und arbeitet in Detmold und Lemgo

 

 

www.wolfgangkessler.de


In den fotorealistisch genauen Gemälden von Wolfgang Kessler werden die Dichotomien, die sich bis heute um das Wesen des Kindes ranken, zusammen geführt. Hier ist das Kind nie nur das eine oder das andere, nie von Natur aus entweder gut oder böse, sondern tritt uns in ganz unterschiedlichen, widersprüchlichen und

zum Teil auch provozierenden Rollen gegenüber. Das ist umso erstaunlicher, als es sich bei den Porträts des Malers um das Bild der eigenen Tochter Theresa handelt, zum Teil ergänzt von Bildern ihrer Freundinnen.

Dass Künstler ihre eigenen Kinder porträtierten, ist in der Geschichte der Kunst nicht neu. Aber stets gilt es dabei, einen Balanceakt zu vollziehen, wenn diese Bilder nicht rein privat bleiben wollen. Sie müssen den Schritt vom Persönlichen ins Allgemeine vollziehen, damit sich Betrachter sich in ihnen wieder finden kann. Dabei wird das eigene Kind zum sich selbst überschreitenden Modell. Es reicht nicht, es ausschließlich als

Gegenüber der väterlichen oder mütterlichen Liebe zu zeigen, sondern an seinem Beispiel müssen Grundbedingungen der menschlichen Existenz verhandelt werden. Voraussetzung dafür ist, dass dem Künstler das eigene Kind bis zu einem gewissen Grad fremd wird. Dass er es im Malakt nicht allein in den

Kokon seiner Liebe und Zuneigung hüllt, die natürlich immer da sein dürfen und sollten, sondern dass es ihm zum Rätsel wird.

Michael Stoeber

Katalogtext „Zwischenwelt“, 2016


Der Portraitauftrag

Der Arbeitsprozess

Porträts
Die Gefährten, 2014, Öl auf Leinwand, 170x125 cm

Den Portraitbildern Wolfgang Kesslers gehen fotografische Inszenierungen voraus: Dabei steht das Modell im Mittelpunkt, aber die beigefügten Gegenstände lassen es in eine Rolle schlüpfen, die selbst gewählt oder im spielerischen Dialog mit dem Künstler entwickelt werden kann. Der Maler legt dabei Wert auf ruhige Posen und einen möglichst neutralen Gesichtsausdruck, der Raum lässt für die Interpretation seelischer Befindlichkeiten. Der tiefdunkle Hintergrund verleiht der Person Würde und entrückt sie in eine außergewöhnliche Theatralik. 

Die Preise richten sich nach dem Aufwand und der Bildgröße. Als Richtwert für ein ganzfiguriges, großes Bild im Format ca. 195 x 100 cm sind  15.000 € zu veranschlagen.

                                   

Bei Auftragserteilung sind 20% der Summe anzuzahlen. Die Zahlung des Restbetrags erfolgt bei Fertigstellung des Bildes.